Wer wir sind

Wir, das sind Tanja und Michael und unsere - mittlerweile - sieben Hunde. Kennengelernt haben wir uns natürlich, wie soll es anders sein, über einen Hund - vielen Dank nochmal an Rocky.
Wir leben mit unseren Hunden am Ortsrand von Effeltrich und betreiben hier unsere kleine Hundetagesstätte und unser Hoflädchen. 

Team Haus Resi

Unsere Hunde im Portrait

Resi Pumi

RESI
Fangen wir also mit der Namensgeberin und der Grand Dame bzw. Queen Mum des Hauses an.
Resi ist ein ungarischer Mischling, wahrscheinlich Pumi mit irgendwas und mein persönlicher Seelenhund. Ich kenne keinen anderen Hund, der so feinfühlig Stimmungen und Schwingungen wahrnimmt und einen tröstet oder auch zu Quatsch animiert.
Resi kam mit eineinhalb Jahren zu mir und ich muss gestehen, dass ich sie im Tierheim mehrfach übersehen habe, weil ich eigentlich einen jungen, sportlichen Hund haben wollte. Ja, sie hatte auch schon in jungen Jahren ihre charmanten grauen Haare im Gesicht. Erst als die Tierheimmitarbeiterin mich auf sie aufmerksam gemacht hat, habe ich sie wahrgenommen. Unsere ersten beiden Jahre waren ein kleiner Kampf, weil wir sehr unterschiedliche Meinungen von Erziehung und Tempo hatten, aber irgendwann hat der ungarische Dickkopf es geschafft, auch in meinen Kopf zu kommen. Nie werde ich die ersten Worte meines Dads vergessen, der vom ersten Foto nicht wirklich begeistert war und festgestellt hat, dass sie in echt ja noch älter und nicht wirklich hübsch aussieht. Tja, wieder mal bestätigt, dass das Äußere einfach keine Rolle spielt. :-)

Resi ist das Modell Verlasshund. Draußen braucht sie keine Leine, weil sie nie auf die Idee kommen würde, jagen zu gehen oder zu anderen Hunden rennt. Im Hof kann man getrost das Tor offen stehen lassen, weil sie niemals den Hof verlassen würde. 
Im Rudel ist sie nach wie vor die Chefin und sie denkt nicht daran, ihr Zepter abzugeben, auch wenn Benja es immer wieder versucht. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Blick von ihr reicht, um die jungen Wilden wieder auf Spur zu bringen.
Mittlerweile ist die alte Dame elf Jahre alt und die Alterszipperlein sind so langsam im Anmarsch. Diesen Sommer hatte sie eine schwere Tumor-OP, die sie aber extrem cool und tapfer hinter sich gebracht hat. Die Ergebnisse der Pathologie waren positiv, also haben wir noch einige Jahre vor uns, die wir in vollen Zügen genießen werden.

Cavalier King Charles Spaniel Rocky

ROCKY

Rocky ist der Rudelälteste mit stolzen 12,5 Jahren. Rocky kam als Bündel Elend ins Tierheim und sollte eigentlich eingeschläfert werden. Er wog gerade mal knappe 5 kg und hatte multiples Organversagen. Die Diabetes war da noch das kleinste Problem. Michael nahm ihn unter seine Fittiche und hat ihn aufgepäppelt, aber leider vergessen, ihn aus der Kartei der zu vermittelnden Hunde im Tierheim auszutragen. Ja, so kam eins zum anderen. Ich zu einem zweiten Hund und zu meinem Männe. 
Rocky ist ein Cavalier King Charles Spaniel und hatte es in jungen Jahren faustdick hinter den Ohren.
Verfressen, wie es sich für einen Spaniel gehört, nur sehr bedingt folgsam und wenn es nicht nach seinem Kopf ging, hat er auf der Hacke kehrt gemacht und ist in vollem Tempo nach Hause gerannt. 
Mittlerweile ist er blind, hört sehr schlecht und Spondylose und Arthrose bremsen ihn auch ordentlich aus. Für ihn gilt das Motto: Die Entdeckung der Langsamkeit. Spaziergänge sind nur noch schwer bis gar nicht mehr möglich, weil er sich nur noch schwer zurecht findet. Zuhause ist das kein Thema, er ist stundenlang im heimischen Garten zu seinen Bedingungen und in seinem Tempo unterwegs. Und ganz ehrlich, in diesem biblischen Alter sei es ihm gegönnt. Mittlerweile feiern wir bei ihm sogar schon halbe Geburtstage, weil uns die Klinik immer wieder bestätigt, dass es fast an ein Wunder grenzt, dass der alte Herr noch unter uns ist. Im Rudel haben alle Respekt vor ihm, selbst Danu begrüßt ihn sehr unterwürfig und ist sehr vorsichtig, dass er den alten Herrn nicht über den Haufen rennt.

Pumi Kobold

KOBOLD (Boldi)

Für alle, die den Pumi nicht kennen oder denken, dass es sich um einen Pudelmischling handelt - weit gefehlt.
Der Pumi ist ein ungarischer Hüte- und Treibhund und arbeitet in seiner Heimat am Rind. Ja, ihr habt richtig gehört, dieses süße kleine Teilchen scheucht Rinder durch die Gegend. Der Pumi ist ein triebiger, bellfreudiger Hüter, der auch gerne mal eigene Entscheidungen trifft.
Bei uns ist er, seit er neun Wochen alt ist und er ist einfach Herrchens Hund. Für sein Herrchen tut er alles, mit Frauchen wird dann doch gerne mal diskutiert. Er ist in die großen Fußstapfen von Michaels Beethoven getreten und füllt sie mittlerweile sehr gut aus. Im Kontakt mit anderen Hunden sagt er zwar seine Meinung, aber das tut er sehr souverän.
Im August ist er fünf Jahre alt und ein bisschen ruhiger, aber nicht leise geworden. Am liebsten arbeitet er mit seinem Herrchen, aber mir hilft er auch gerne im Haushalt. Wäsche aufhängen und Altpapier wegbringen sind seine liebsten Arbeiten, das kann nämlich nur er und darauf ist er richtig stolz.
Eigentlich war ich immer der Meinung, dass er nie und nimmer seinen 3. Geburtstag erleben wird, weil er in jungen Jahren wirklich ein Knallkopf vor dem Herrn war, der alles gejagt hat, was sich auch nur annähernd bewegt. Mittlerweile ist er der Letzte, der irgendwas Jagbarem hinterher setzt, außer es handelt sich um Eichhörnchen. Da knallen auch bei ihm die Sicherungen durch, aber damit kann man leben, so viele Eichhörnchen trifft man ja unterwegs nicht.

schwarzer Pudel Benja

BENJA
Meine Frau Lustig, Madame Anständig und Herrchens Prinzessin.
Es war schon ein klein wenig Überredungskunst nötig, um Michael auf den Pudel zu bringen. Kurz nach dem Verlust von Beethoven war sein Herz noch nicht offen für einen neuen Hund in der Familie und ich komme auch noch ausgerechnet mit einem Pudel daher.
Benjas Eltern habe ich auf einem Eignungstest kennenlernen dürfen und seit diesem Tag war klar, dass der nächste Hund ein Pudel wird. So kam es, dass wir uns die Welpen angeschaut haben und ich einer klassischen Fehlinterpretation auf den Leim gegangen bin. Alle Welpen kamen angestürmt, als wir das Zimmer betraten, nur Benja saß in der Ecke und hat sich das Tohuwabohu angeschaut. Ich war überzeugt davon, dass es mein Hund ist, weil sie einfach so cool und abwartend ist. Tja, weit gefehlt. Madame hat so lange gewartet bis sich alle wieder beruhigt hatten, um die Bühne für sich zu haben. So ist sie übrigens heute noch. Sie schmeichelt sich bei jedem ein, genießt Publikum ohne Ende und man kann ihr nur sehr schwerlich böse sein.
Im August hat sie ihren 4. Geburtstag gefeiert. Auch sie hatte im Sommer eine Tumor-OP und ihr musste leider eine Zehe amputiert werden. Krank sein hat sie natürlich auch voll ausgenutzt und sich extrem verwöhnen lassen. Wie alles in ihrem Equipment waren natürlich die Verbände auch pink, also standesgemäß für die Prinzessin.
Mit ihr laufe ich im Rallye Obedience und sie longiert für ihr Leben gerne und lernt blitzschnell Tricks. Inzwischen habe ich auch gelernt, dass wir erst arbeiten oder ein Turnier starten können, wenn Madame ihre Locken zurecht geschüttelt hat.Sie beherrscht auch das Grinsen und es wird auch immer erst das Publikum angegrinst, damit sie sicher gehen kann, dass jeder auf sie schaut. Ja, es ist manchmal ein bisschen peinlich, aber sie ist eben eine Tussi in Reinkultur.
Inzwischen ist sie Michaels Augenstern. Seine Prinzessin und er sind ein tolles Gespann geworden und durch ihren lieblichen Silberblick erhascht sie schon oft das ein oder andere Goodie oder eine Extrabehandlung.

schwarzer Pudel Danu

DANU
Mein Baby, der Käptn Knallkopf, der König der blöden Ideen.
Danu ist mittlerweile drei Jahre alt und ein Halbbruder von Benja. Als Welpe war er eine sehr coole Socke, aber ab Beginn der Pubertät hatten wir unsere Reibungspunkte. Er ist derjenige, der mir das Thema Aggression, das für mich immer ein Tabuthema war, nahe gebracht hat. In seinen heftigen Zeiten hatte er eine Reaktionszeit von drei Sekunden, bevor er sich auf einen Hund gestürzt hat. Die Auslöser konnte man selten festmachen, die Reaktion war immer die gleiche. Für mich eine sehr harte Nuss, weil ich bei jedem Ausraster einen Koller gekriegt habe.
Dieses Frühjahr wurde er gesundheitsbedingt kastriert und wir haben parallel sehr viel gearbeitet, um seine „Launen“ in den Griff zu kriegen. Seit Happy bei uns wohnt, hat er nochmal eine Riesenschippe an Gelassenheit zugelegt und fragt jetzt vorher ab, ob ich das für ihn regeln kann, oder ob er es selbst machen muss. Lieber ist es ihm, wenn er an mich abgibt und darauf bin ich auch sehr stolz.
Ich bin stolz auf meinen Buben und auch dankbar, dass ich so viel von ihm lernen durfte. Im Rudel kommt er mit allen super klar, aber draußen braucht er nicht unbedingt Kontakt zu anderen Hunden. Es gibt Hunde, die er liebt, aber auch Hunde, die ihm einfach nicht zu nahe kommen sollten. Er ist wie er ist und dafür liebe ich ihn.
Er ist ein Pudel, wie er im Buche steht. Immer schnell unterwegs, ein leichter Hang zur Hysterie und jagdlich ambitioniert. Allerdings ist an ihm auch ein Schäferhund verloren gegangen, denn seine liebste Beschäftigung ist wirklich Unterordnung und das in Perfektion. Auch er läuft mit mir im Rallye Obedience, allerdings nicht auf Turnieren, weil ihm da einfach noch die Nerven fehlen. Bis jetzt haben wir so große Fortschritte gemacht und verstehen uns blind, also werden wir das auch noch schaffen. 

Cavalier King Charles Spaniel

HERR KRAUSE

Ungefähr so wie auf diesem Bild hat er geschaut, als wir ihn das erste Mal im Tierheim besucht haben. Laut Auskunft des Tierheimes sollte es ein schüchterner, introvertierter, nicht bewegungsfreudiger Hund sein. Natürlich haben wir auf den ersten Metern beschlossen, dass wir ihn adoptieren werden, weil Rocky ja eine Seele von Cavalier ist. Gesagt, getan, eine Woche später zog Herr Krause ein. Selbstbewusst ohne Ende marschierte er durchs Tor, schnurstracks auf Danu zu, sprang an seiner Brust hoch und schnupperte ihn an. Ich hatte eine mittelschwere Herzattacke, weil ich damit gerechnet hatte, dass Danu ihm ordentlich die Meinung flüstert, aber nach dieser Begrüßung war klar, das ist der Neue und der bleibt. Seit diesem Tag sind die zwei dicke Freunde und Danu lässt sich jeden Morgen aufs Neue von dem Terrorknödel durch den Garten jagen.
Von schüchtern und introvertiert kann bei Herrn Krause keine Rede sein. Er ist sehr von sich überzeugt, pöbelt was das Zeug hält, jagt ohne Ende und rennt wieselflink durch die Lande. Von kaputten Knien ist bei ihm wirklich nichts zu merken, das kaschiert er prima. Er hat meine Geduld schon mehrfach auf die Probe gestellt, weil er wirklich erziehungsresistent ist. Alles, was bei den anderen funktioniert, kann man bei Herrn Krause getrost vergessen. Wenn er dürfte, würde er den halben Tag im Hof sitzen und bellen und den restlichen Tag bei meiner Mum seinen harten Arbeitsalltag ausschlafen und sich dabei kraulen lassen. Das kleine Fleckvieh ist schon ein Unikat, aber genau wie die anderen, sehr liebenswert.

schwarzer Zwergpudel

HAPPY
Auch genannt: Herbert, Rantanplan oder Rudi.
Happy kam im Frühjahr zu uns als Notfellchen. Ich hatte über Facebook gelesen, dass ein zauberhafter, fast blinder Zwergpudel mit Diabetes ein Zuhause sucht und sich keiner antraut, weil er ja Zucker hat. Mein Mitleid war geweckt und Michael schnell überzeugt.
So kam das kleine Kerlchen zu uns. Wenn ihr euch das Bild genau anschaut, dann seht ihr den Schalk in den Augen ganz genau und das täuscht auch nicht.
Kennt ihr die alleinstehenden alten Herrn in großen Häuserkomplexen, die sich über ausnahmslos alles aufregen? Ja? Dann kennt ihr Happy. Er ist ein richtiger Nörgler und würde am liebsten alles und jeden kontrollieren. Die größte Fehde hat er mit Danu, weil er der Meinung ist, dass der Jungspund gefälligst langsam und leise sein sollte. Das zeigt er auch gerne mal durch Einsatz seiner Zähnchen und deshalb bin ich doppelt froh, dass Danu so cool geworden ist.
Er wird im September 9 Jahre alt und leidet im Moment darunter, dass seine Augen so schlecht geworden sind, dass er wirklich nur noch Schatten wahrnimmt. Das ist auch ein Grund für seine schlechte Laune, aber wir arbeiten mittels Fingerschnipsen daran, dass er sich schnell in ungewohnten Umgebungen zurecht findet. Beim Gassi gehen ist sein Motto dasselbe wie bei Rocky, Hauptsache langsam und gemütlich und alles gründlich mit der Nase erkunden, weil es ja die einzige Möglichkeit ist, die Pudel von Welt hat.
Seine Diabetes ist mittlerweile prima eingestellt und seine Hautprobleme haben sich auch stark gebessert, seit wir herausgefunden haben, dass er schwerer Allergiker ist. Er ist für seine neun Jahre immer noch ein Clown, der gerne spielt und wo er sich auskennt auch gerne mal rennt. Da unsere Hunde ja alle so ihre Macken und Eigenheiten haben, will ich euch Happy’s Macke auch nicht vorenthalten: Der kleine, fast blinde Hund kann ohne sein Nachtlicht, sprich die Salzkristalllampe neben seinem Bett, nicht schlafen. Da ich an Tierkommunikation glaube und sie auch bei allen unseren Hunden bereits habe machen lassen, weiß ich, dass er sich fürchtet, dass er eines Tages in völliger Dunkelheit leben muss, also sei ihm sein Nachtlicht von Herzen gegönnt. Ich kann es verstehen und ihr sicherlich auch.

Vielen lieben Dank an Uschi Schlicht von schlichtspiel für die Fotos von Benja, Danu, Kobold, Resi, Rocky und uns.